Beton, -Bohr & -Sägeservice:

Industriebodenbearbeitung:

Seilsägen

-für runde Öffnungen bis 3,5m Durchmesser
-für Wand- und Deckenöffnungen von mehreren Metern Stärke, in schwer zugänglichen Bereichen

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Presseberichte:

Einsatzbericht aus der Zeitschrift "Der Beton-Bohrer" Ausgabe 16, 12/2000

Mit einem dumpfen Schlag kippte der Koloss aus der Wand. Sechs Tonnen Beton bringen die Erde vor dem alten Bunkergebäude am Siegener Obergraben zum Erzittern. Höhe gut zwei Meter, Breite 0,95 Meter, Tiefe 1,10 Meter beeindruckten die Siegener Parkhausbesucher gegenüber des Bunkers, die zwangsläufig an der Baustelle vorbeigingen und gruppenweise zusammenstanden und sich auch in Diskussionen mit den Bauarbeitern technische Details erfragten.     

Zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe ging das Betonbohr- und -sägeunternehmen Roger Arndt, Daaden, davon aus, dass größere Probleme beim Entkernen des heute aktiven Museums auftreten können, da bei vielen Bunkern eher schlecht verdichteter Beton anzutreffen ist. Dies erwies sich jedoch als nicht gegeben. Eine extrem schwache Bewehrungsausbildung kam bei den Sägearbeiten sehr entgegen.

Die Firma Tyrolit hat mit einem Prototyp einer Seilsäge, basierend auf dem Bohrständerprinzip, sehr geholfen. Vorgestellt wurde die Maschine erstmalig auf der BeBoSa in Nürnberg. Derzeit wird die erste Produktionsserie in leicht abgeänderter Form aufgelegt.

Leichte und schnelle Montage und überaus hohe Laufruhe der Seilsäge auch mit voll ausgefahrenem Support beigeisterte. Der Antrieb erfolgte mit einem Hydraulikaggregat CR3 mit 20 kW. Für den gesamten Ausschnitt wurden inklusive dem Setzen der Eckbohrungen, dem Herauspressen des Klotzes mittels einer Richtpresse und dem hydraulischen Sprengen in vier Teile nur zwei Tage benötigt. Für die reinen Schneidarbeiten der ca. 5,50 Quadratmeter Schnittfläche wurden trotz der Unerfahrenheit mit der Säge nur 8 Stunden benötigt. Es kam ein galvanisches Seil mit einer Nutzlänge von 10,50 Meter der Fa. Tyrolit zum Einsatz. Die Standzeit des Seiles betrug leider nur 1,45 qm pro laufender Meter Seil. Dieser Umstand ist auf einen sehr hohen Splittanteil im Beton zurückzuführen.

Nicht nur die Siegener Passanten oder der Auftraggeber waren begeistert, auch die Mitarbeiter hatten die Arbeiten mit viel Spaß an diesem außergewöhnlichen Projekt verrichtet und möchten am liebsten unter einem Meter Wandstärke überhaupt „nicht mehr rausfahren".

Roger Arndt

Einsatzbericht aus der Zeitschrift "Der Branchenführer" Ausgabe 1/2001

Die alte Eisenbahnbrücke aus Stahl hatte nach über einem Jahrhundert den Anforderungen an das heutige Verkehrsaufkommen nicht mehr Stand gehalten. Über einer dicht befahrenen Hauptstraße in Frankfurt-Sach-senhausen musste die antike Stahlkonstruktion zu Beginn des neuen Jahrtausends nun Platz für eine neue Brücke aus Beton machen.  

Die Besonderheit bestand darin, dass weder der Bahnverkehr noch der darunterführende Straßenverkehr durch die Bauarbeiten gestört werden durfte.

Auf den Fußgängerwegen wurde neben der Brücke insgesamt sechs ca. 4 m hohe und 1,2 m im Durchmesser starke Schachtringe mit Beton verfüllt. Auf diesen Ringen wurde nun ein stark bewehrter Verschubbalken von 0,8 m x 1,2 m Mächtigkeit aus Beton gegossen. Diese Behelfskonstruktion diente allein dem Zweck, die neue Brücke darauf zu schalen, zu gießen und nach dem Aushärten des Betongebildes hydraulisch auf den Platz der alten Stahlkonstruktion zu verschieben. Der Verschubvorgang inklusive dem Entfernen der Stahlbrücke mittels Schneidbrenner dauerte lediglich eine Nacht.

Nachdem die neue Brücke den Platz der alten eingenommen hatte, kam die Firma Roger Arndt, Beton-, Bohr- und Sägeservice, aus Daaden zum Zuge. Die nun unbrauchbare Behelfskonstruktion sollte innerhalb eines Tages komplett in Teilstücke zersägt werden. Da extra eine Straßensperrung für das Herunterheben der ca. 10 Tonnen schweren Teilstücke mittels Autokran für 20.00 Uhr beantragt war, hatte die Fachfirma keinen zeitlichen Spielraum. Der Verschubbalken mußte jeweils zwischen den Schachtringen vertikal (1,1 rn x 0,8 m) sowie die Ringe selbst (D = 1,2 m) horizontal getrennt werden. Acht Schnitte waren insgesamt erforderlich. Erschwerend kam hinzu, dass die Hilfskonstruktion mit insgesamt 22 Bewehrungsstählen a´28 mm versehen waren.

Für diese Arbeiten entschied sich die Firma Arndt, ihre Tyrolit-Seilsäge sowie ein galvanisches Seil mit 10,5 m Länge der gleichen Firma zum Einsatz zu bringen. Angetrieben wurde die Säge mit dem Hydraulikaggregat CR 3 (20 kW).

Nachdem die Teilstücke ordentlich unterstützt waren, gingen die Schneidarbeiten zügig voran. Inklusive dem Einrüsten wurde pro Schnitt nicht mehr als eine Stunde benötigt. Der Bauleiter war über den Fortschritt sehr angetan. Das Seil wies jedoch aufgrund des hohen Bewehrungsanteils im Beton trotz intensiver Wasserversorgung einen enormen Verschleiß auf. Die Standzeit betrug lediglich 0,87 qm pro laufendem Meter Seil. Dieses Manko wurde jedoch durch die gute Schnittfreudigkeit teilweise wieder aufgehoben. Ein wahres Feuerwerk (Funkenflug) sprühte aus dem Sägespalt. Das Eisen stellte kein nennenswertes Hindernis dar.

Die Schere zwischen der Schnittfreudigkeit zu der Standzeit von Diamantwerkzeugen hat sich auf dieser Baustelle besonders deutlich gezeigt.

Um 7.30 Uhr wurde eingerüstet um 19.00 Uhr begann die Fachfirma aus Daaden ihre Maschinen wieder abzurüsten, da der letzte Schnitt getan war. Die reine Arbeitszeit betrug für 8 Schnitte mit einer gesamten Schnittfläche von 9,8 qm ca. 10 Stunden. An den Arbeiten waren zwei Mitarbeiter der Firma Arndt beteiligt.

Nun konnte der Kranwagen termingerecht um 20.00 Uhr die vier Teilstücke des Verschubbalkens entsorgen. Um 21.00 Uhr wurde die Straßensperrung wieder aufgehoben.

Roger Arndt
Fotos: Roger Arndt Beton-, Bohr & Sägeservice